
Bürgerdialog 4.0
Mit “Bürgerdialog 4.0” entwickeln wir eine innovative Plattform, die Bürger*innen der Stadt Aachen miteinander, sowie mit der Stadtverwaltung und der Politik vernetzt. Aufbauend auf unserer neu entwickelten Brückenwelten-Software, die bereits erfolgreich in Vernetzungsprojekten in Kooperation mit der vhs Aachen und dem OecherLab erprobt wurde, fördern wir den Austausch und die Zusammenarbeit in den Stadtteilen. Durch moderne Technologie ermöglichen wir engagierten Bürger*innen eine aktive Partizipation. Die Vernetzung kann im Rahmen der Stadtteilkonferenzen und Gemeindezentren erfolgen, wodurch lokale Ressourcen und Potenziale besser genutzt werden können.
Zukunftswelten
JH
Jonathan Höges
Inhaltsblöcke
Welches Problem adressieren wir?
- Fragmentierter Bürgerdialog: Aktuell erreichen die Stadtverwaltung und die Politik individuelle Anfragen, was zu Verwaltungsaufwand führt. Infolgedessen können manche Anliegen nicht gehört werden.
- Unklar formulierte Anliegen: Es kann herausfordernd sein, das eigene Anliegen klar zu benennen und es verständlich zu kommunizieren.
- Mangelnde Vernetzung der Bürger*innen untereinander: Bürger*innen haben ähnliche Anliegen, sind aber nicht miteinander in Kontakt. Es werden infolge getrennte Anfragen an die Stadtverwaltung gestellt. Selbsthilfe, etwa die Gründung einer Initiative, ist weniger wahrscheinlich.
- Geringe Partizipation von Jugendlichen: Junge Menschen sind häufig wenig in lokale Entscheidungsprozesse eingebunden.
Unsere Lösung
KI-gestützter Reflexionschat: Bürger*innen können über einen Chatbot ihr Anliegen jederzeit formulieren und reflektieren. Dabei hilft die KI, mit Empathie, Fragen und Zusammenfassungen das Kernanliegen herauszuarbeiten sowie mit Frustration umzugehen. Durch diese Hilfestellung werden Anliegen klar und präzise formuliert, wodurch Missverständnisse und ineffiziente Kommunikationswege minimiert und weitere Frustration vermieden werden. Dies ist sowohl zur Vernetzung der Bürger*innen untereinander als auch für eventuelle Zusammenarbeit mit der Verwaltung hilfreich.
Der Chatbot kann verschiedene Charaktere verkörpern und dadurch Spass in die Unterhaltung bringen und diverse Zielgruppen wie z.B. Jugendliche ansprechen.
Bürgervernetzung: Bei ähnlichen Anliegen haben Bürger*innen die Möglichkeit, über die Plattform Treffen untereinander zu organisieren, um gemeinsames Handeln abzusprechen oder z.B. eine Initiative zu starten. Diese Treffen können als Teil der Stadtteilkonferenzen oder in anderen Gemeindezentren stattfinden, wodurch ein vertrauter und sicherer Rahmen gegeben ist. Durch die Treffen in Präsenz können auch Bürger*innen eingebunden werden, die die App nicht nutzen können oder wollen. Politiker*innen oder Mitarbeitende der Stadtverwaltung können die Treffen besuchen und so in direkten Kontakt mit engagierten Bürger*innen gehen.
Zusammenfassung und Priorisierung häufiger Anliegen: Die KI analysiert eingehende Anliegen und fasst ähnliche Themen zusammen. Diese Bündelung ermöglicht es der Stadtverwaltung, die häufigsten Anliegen gezielt und effizient anzugehen. Zudem haben Mitarbeitende der Stadt die Möglichkeit, Informationen z.B. über bereits geplante Maßnahmen in die Plattform einzupflegen, sodass der Chatbot Nutzende direkt informieren kann.


Aufbau auf die Brückenwelten-Software
Die Brückenwelten-Software ist eine innovative Plattform, die den Austausch und die Vernetzung zwischen Menschen erleichtert. Menschen und Themen werden zusammengebracht – für Vernetzung, Wissensaustausch und Zusammenarbeit. Sie wurde entwickelt, um Veranstaltungen wie Meetings, Workshops und Großgruppenveranstaltungen effizienter und nachhaltiger zu gestalten. Mit KI-gestützter Reflexion und Dokumentation sorgt das Tool für nachhaltigen Austausch und effektive Ergebnissicherung, wodurch Vorbereitung, Organisation und Nachbereitung von Treffen erheblich vereinfacht werden. Die Lösung wurde bereits erfolgreich bei Projekten wie den "Frankenberger Lebensbüchern" zur Nachbarschaftsvernetzung und bei themenbezogenen Vernetzungsveranstaltungen in Kooperation mit der vhs Aachen und dem OecherLab erprobt. Der Proof-of-Concept ist abgeschlossen, und die Software wird derzeit skaliert und zur Marktreife gebracht.
Mit ihrem modularen Ansatz erlaubt Brückenwelten die Erweiterung um spezifische Funktionen und Einsatzbereiche. Dies bildet die Grundlage für die Idee, die im Rahmen des Smart City Aachen Wettbewerbs eingereicht wird: Ein neues Modul, das die Reflexion und Bearbeitung von Bürgeranliegen revolutioniert und Bürger*innen untereinander, sowie mit Verwaltung und Politik vernetzt.


Nutzung der Stärken von generativer KI
Aktuelle generative Sprachmodelle (Large Language Models, LLM) sind gut geeignet, um Texte zusammenzufassen und Reflexionsfragen zu formulieren. Ihre Stärken liegen daher darin, Menschen dabei zu helfen, ihre eigenen Anliegen besser zu verstehen und zu kommunizieren. Die Brückenwelten-Software und die vorgeschlagene Erweiterung bauen auf diesen Stärken auf.
Das Lösen von Problemen, akkurate Wiedergabe von Wissen und das Treffen von Entscheidungen hingegen ist bei aktuellen LLMs fehleranfällig. Diese Vorgänge werden bei Brückenwelten bewusst von Menschen, unterstützt von klassischer Software, übernommen.


Brückenwelten-Team
Cersten Frank: Moderation, Teamentwicklung und Organisationsentwicklung für Nachhaltigkeitsinitiativen und Ehrenamtsgruppen im Projekt “Bequana”.
Organisation von Großveranstaltungen und Strategieprozessen in der Klimabewegung.
Freiberuflich tätig mit Workshops und Coachings zu Kommunikation, Moderation, Gruppendynamiken und Leadership.
Fachinformatiker mit 5 Jahren Berufserfahrung.
Im Projekt: Öffentliche Auftritte und Vernetzung, Organisationsentwicklung, Veranstaltungs-Orga, Prompting, UI Konzepte, Product Owner
Inna Klee: Psychologin (M.Sc.) und psychologische Beraterin. In Ausbildung zur systemischen Beraterin und zur Konfliktmoderatorin.
Ehrenamtliches Engagement mit psychosozialer Beratung, Organisationsentwicklung, Moderation, Konfliktmoderation, Workshops und Vorträgen zu Klimapsychologie.
Erfahrung in der Moderation, Workshopkonzipierung und -leitung sowie in der Buchhaltung.
Im Projekt: Moderation, Psychologische Expertise, Prompting, Buchhaltung, Produktkonzept, Projektleitung
Jonathan Höges: Diplom-Informatiker, Senior Softwareentwickler und Projektleiter mit 9 Jahren Berufserfahrung in der Prozessindustrie.
Im Projekt: Softwareentwicklung und -konzeptionierung, Projektleitung, Technische Infrastruktur
Juliane Becher: gelernte Redakteurin und Video-Journalistin; umfangreiche Erfahrungen in Kommunikation, Redaktion, Online-Redaktion, Social-Media-Management, Content-Erstellung, Content-Design, Community-Management, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Projektmanagement, Netzwerkarbeit.
Unterstützt Selbstständige und Unternehmen als Sparrings-Partnerin bei der Kommunikation mit Feedback, Ideen und Content-Co-Creation.
Im Projekt: Online-Kommunikation, Social Media, Content Design, Corporate Identity
Teilnahmebedingungen
Ich erkläre mich mit den Teilnahmebedingungen einverstanden
