Smart City Basis-Infrastruktur an Laternen

Die STAWAG betreibt in Aachen mehr als 20.000 Straßenlaternen zur verkehrssicheren Beleuchtung von Straßen, Wegen und Plätzen. Diese Bestandsinfrastruktur steht als Basis für weitere Smart City Aktivitäten zur Verfügung und könnte dafür einfach, kostengünstig und kurzfristig ertüchtigt werden.



Da insbesondere im Innenstadt- / Altstadtbereich eine hohe Dichte denkmalgeschützter Immobilien anzutreffen ist, sind in diesen Bereichen Sensorik-Standorte nur schwer zu finden bzw. umzusetzen. Z. B. für die Umsetzung der Hitze-Hotspot- oder Vandalismus-Prävention-Ideen aus diesem Wettbewerb, aber auch für darüber hinausgehende Anwendungen wie WLAN- und 5G-Ausleuchtung sind Laternen-Standorte somit eine erhebliche Umsetzungs-Erleichterung, an Standorten wie Parks möglicherweise sogar die einzige Möglichkeit.



Die Laternen sind bereits elektrifiziert und sind in der Lage zusätzliche Sensorik zu tragen, solange diese die Standfestigkeit des Mastes sowie die Ausleuchtung nicht beeinträchtigen. Durch die erreichbare Montagehöhe können sie außerdem einen Beitrag zur Vandalismus-Sicherheit der Sensorik oder der Qualität der erfassten Messwerte darstellen (nicht unmittelbar über dem Boden bzw. bessere "Ausleuchtung").



Es müssten einzig zur Versorgung von Sensorik für diesen Zweck nutzbare Maststeckdosen installiert, gesondert abgesichert und entsprechend dokumentiert werden. Eine Nutzung (je nach Situation auch mehrere Sensoren pro Mast) ist danach flexibel auf Grundlage eines Standard-Vertragswerks kurzfristig möglich.



Erste Erfahrungen diesbezüglich bestehen seitens der STAWAG bereits. Allerdings kommt es häufiger vor, dass kleinere Projekte nicht bzw. nicht kurzfristig umgesetzt werden können, da der organisatorische Aufwand bzw. Overhead die Kosten für einzelne Maststeckdosen und Standorte zu sehr in die Höhe treibt.



Vor diesem Hintergrund schlagen wir vor, ein Paket Smart City Basis-Infrastruktur zu schaffen. In Abstimmung mit weiteren Ideengebern aus dem Wettbewerb sowie den Stakeholdern der Stadt Aachen, des digital Hub und weiterer Interessierter (Mitstreiter) würden wir im Rahmen des weiteren Verlaufs den Status Quo aufbereiten und Vorschläge für eine entsprechende Infrastruktur-Basis ausarbeiten. Im Rahmen der Umsetzung könnte somit eine große Zahl an potentiellen Sensorik-Standorten erschlossen und für den weiteren Smart City Rollout zur Verfügung gestellt werden.



Im Zuge der weiteren Ausarbeitung können hier auch direkte Straßenbeleuchtungs-Mehrwerte diskutiert bzw. einbezogen werden - so ist auf dem Ideenfoto der Radweg Moltkestraße zu erkennen, der im Sinne des Tier- und Anwohnerschutzes mit Sensorik zur adaptiven Beleuchtung ausgestattet wurde. Nur wenn sich Personen auf dem Weg befinden, wird das Licht entsprechend ihrer Position auf das nötige Niveau hochgedimmt und sonst stark abgesenkt.



Risiken / Einschränkungen / Hinweis: nicht alle Laternen eignen sich als Basis-Infrastruktur bzw. für Sonderanwendungen. Aufgrund des Alters, der eingesetzten Technik oder aufgrund optischer Gründe können einzelne Laternen voraussichtlich nicht umgesetzt werden.

Stadtwerke Aachen AG

MD

Max Dern

Innovationsmanagement

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Hilfe bei der Umsetzung

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